24-Stunden-Antwortgarantie –
weil Sie nicht warten wollen.

Hausverkauf in der Erbengemeinschaft: Wie ein Gutachten den Familienfrieden rettet

29. Juni 2026

Der Verkauf einer geerbten Immobilie wird schnell zur Zerreißprobe, wenn sich mehrere Erben nicht einig sind – und noch komplizierter, wenn gleichzeitig das Finanzamt eine überhöhte Steuerforderung stellt. Dieser Ratgeber zeigt, wie ein neutrales Verkehrswertgutachten beide Konflikte gleichzeitig löst: den familiären Streit um den Hauswert und die steuerliche Auseinandersetzung mit dem Finanzamt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Hochexplosives Konfliktpotenzial: Unterschiedliche Lebenslagen, Liquiditätsbedürfnisse und emotionale Verhaftungen führen in Erbengemeinschaften regelmäßig zu erbitterten Blockaden beim Hausverkauf.
  • Das Schreckgespenst Teilungsversteigerung: Findet die Gemeinschaft keine Einigung, bleibt oft nur der Gang vor das Amtsgericht. Dies vernichtet durch weit unter Marktwert liegende Gebote massives Vermögen.
  • Die unparteiische Instanz: Ein zertifizierter Gutachter neutralisiert den emotionalen Konflikt, indem er den exakten Verkehrswert nach der ImmoWertV vollkommen unabhängig und transparent herleitet.
  • Doppelter Nutzeffekt: Neben der internen Streitschlichtung dient das Gutachtenals amtlicher Gegenbeweis nach Paragraf 198 BewG gegen die typischerweise viel zu hohe Erbschaftssteuereinschätzung des Finanzamtes.

Der Verlust eines Elternteils oder nahen Angehörigen ist für die Hinterbliebenen eine Phase tiefer Trauer und emotionaler Ausnahmezustände. Doch mitten in dieser schmerzhaften Zeit fordert der Gesetzgeber von den Hinterbliebenen die Bewältigung komplexer bürokratischer und organisatorischer Aufgaben. Hinterlässt der Erblasser eine Immobilie und gibt es kein eindeutiges Testament, das einer einzelnen Person das Alleineigentum zuspricht, entsteht kraft Gesetzes augenblicklich eine Erbengemeinschaft. Ab diesem Moment sind die Miterben – meist die Geschwister oder der überlebende Ehepartner – untrennbar in einer Schicksalsgemeinschaft miteinander verbunden. Was harmonisch beginnen mag, entwickelt sich in der Praxis bei der Frage, was mit dem elterlichen Haus geschehen soll, sehr schnell zu einem der schmerzhaftesten und langwierigsten Konfliktfelder des deutschen Zivilrechts.

Die Statistik und die tägliche Beratungspraxis zeigen ein ernüchterndes Bild: Kaum ein anderes Thema spaltet Familien so tiefgreifend und dauerhaft wie die Auseinandersetzung um Immobilien innerhalb einer Erbengemeinschaft. Die Gründe dafür sind offensichtlich. In einer Erbengemeinschaft prallen völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, finanzielle Bedürfnisse und emotionale Bindungen frontal aufeinander. Während Bruder A vielleicht weit entfernt wohnt, dringend liquide Mittel zur Tilgung eigener Kredite benötigt und das Haus daher schnellstmöglich zum Höchstpreis verkaufen will, hängt Schwester B emotional tief an der Immobilie, möchte das elterliche Erbe als emotionalen Anker bewahren und weigert sich strikt, das Objekt fremden Menschen zu überlassen. Bruder C wiederum würde das Haus gerne selbst übernehmen und einziehen, besitzt aber nicht das nötige Kapital, um seine Geschwister angemessen auszuzahlen, und versucht daher, den Wert der Immobilie im Vorfeld kleinzurechnen.

Findet die Gesamthandsgemeinschaft in dieser Blockadesituation keine einvernehmliche Lösung, droht das traurige Szenario der Teilungsversteigerung beim Amtsgericht. Diese Rechtsform der Zwangsversteigerung ist jedoch der wirtschaftliche Super-GAU: Sie vernichtet durch Gerichtsgebühren, Anwaltskosten und oft weit unter dem realen Marktwert liegende Zuschläge massives Familienvermögen und sorgt dafür, dass Geschwister für den Rest ihres Lebens kein Wort mehr miteinander sprechen. Um diesen Totalschaden abzuwenden, ist der Einsatz einer absolut neutralen, unparteiischen und fachlich unantastbaren Instanz erforderlich. In diesem umfassenden Leitfaden analysieren wir die Dynamiken von Erbstreitigkeiten, legen die finanzmathematischen Hebel des Gutachtens nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) offen und zeigen auf, wie eine professionelle Immobilienbewertung nicht nur Ihr Vermögen sichert, sondern den Familienfrieden effektiv rettet.

Experten-Tipp

Beauftragen Sie den Sachverständigen für die Wertermittlung der Nachlassimmobilie unbedingt im Namen aller Miterben gemeinsam. Wird das Gutachten von nur einem Erben im Alleingang initiiert, wittern die übrigen Parteien mitunter sofort ein Gefälligkeitsgutachten zu deren Ungunsten, was das Misstrauen und den Konflikt weiter anheizt. Ein gemeinsamer Gutachterauftrag hingegen schafft von der ersten Sekunde an maximale Transparenz und Akzeptanz für das finale Bewertungsergebnis.

Die zivilrechtliche Blockade: Warum Einstimmigkeit Fluch und Segen ist

Das deutsche Erbrecht schützt den einzelnen Miterben in einer Erbengemeinschaft über das Prinzip der Gesamthand in extremem Maße. Nach den Paragrafen 2032 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) können wesentliche Verfügungen über den Nachlassgegenstand – und dazu gehört der Verkauf einer Immobilie oder die Belastung mit Grundschulden – ausschließlich einstimmig beschlossen werden.

Diese Regelung hat zwei Gesichter:

  • Der Schutzaspekt: Sie verhindert effektiv, dass eine Mehrheit von Erben (z. B. zwei Geschwister) den Dritten einfach überstimmen, das Haus unter Wert an einen Bekannten verschachern und den unliebsamen Miterben vor vollendete Tatsachen stellen.
  • Der Blockadeaspekt: Sie gibt jedem einzelnen Miterben, unabhängig von der Höhe seiner Erbquote, ein absolutes Vetorecht. Besitzt eine Nichte nur einen winzigen Erbanteil von 5 Prozent am Gesamtnachlass, kann sie den Verkauf des Hauses über Jahre hinweg im Alleingang blockieren – sei es aus echtem Desinteresse, aus unbewussten Rachegefühlen wegen alter innerfamiliärer Konflikte oder um eine höhere Abfindung zu erpressen.

Solange kein verlässlicher, von allen unterschriebener Konsens über den exakten Wert der Immobilie vorliegt, ist jeder Versuch einer gütlichen Einigung zum Scheitern verurteilt. Diskussionen am Küchentisch basieren meist auf emotionalen Argumenten, gefährlichem Halbwissen aus Online-Portalen oder den geschönten „Wunschpreisen“ lokaler Immobilienmakler.

Was kostet eine Teilungsversteigerung wirtschaftlich?

Verhärten sich die Fronten innerhalb der Erbengemeinschaft dauerhaft, bleibt jedem einzelnen Miterben als letztes, radikales Recht der Antrag auf Durchführung einer Teilungsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft nach Paragraf 180 des Zwangsversteigerungsgesetzes (ZVG). Das Amtsgericht prüft bei diesem Antrag nicht, ob der Verkauf sinnvoll ist oder wer im Recht ist – jeder Erbe hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass die Gemeinschaft aufgelöst wird.

Doch der Ablauf einer Teilungsversteigerung ist ein finanzielles Desaster:

  1. Hohe Verfahrenskosten: Das Gericht fordert erhebliche Vorschüsse für Gutachter, Veröffentlichungen und die Durchführung des Versteigerungstermins.
  2. Der Schnäppchenjäger-Effekt: Zu den Terminen beim Amtsgericht erscheinen primär professionelle Investoren und Schnäppchenjäger. Da bei Zwangsversteigerungen keine Sachmängelhaftung existiert und eine Vorabbesichtigung vielfach unmöglich war, liegen die abgegebenen Gebote regelmäßig um 20 bis 40 Prozent unter dem realen Marktwert.
  3. Die Erlössperre: Nach dem Zuschlag ist das Haus zwar weg, aber das Geld liegt auf einem Sperrkonto des Gerichts. Die Erbengemeinschaft ist nun nicht mehr an der Immobilie, sondern am Geld gesamthändisch gebunden. Findet die Gemeinschaft auch jetzt keine einstimmige Einigung über die Aufteilung des Geldes, bleibt der Erlös über Jahre hinweg beim Amtsgericht blockiert, während die Inflation das Vermögen schleichend auffrisst.
Benötigen Sie eine neutrale Werteinschätzung im Raum Neuss?

Unsere DEKRA-zertifizierten Sachverständigen erstellen gerichtsfeste Gutachten – fair, unabhängig und schnell.

Wie ein zertifiziertes Verkehrswertgutachten den Konflikt neutralisiert

Ein nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierter oder DEKRA-qualifizierter Sachverständiger bricht diese zerstörerische Dynamik auf, indem er die Emotionen vollständig aus der Gleichung entfernt und durch unbestechliche, mathematisch-bautechnische Fakten ersetzt. Das Gutachten fungiert in der Erbauseinandersetzung als objektiver Schiedsrichter.

Der methodische Befreiungsschlag vollzieht sich in drei strategischen Dimensionen:

Dimension 1: Strikte Unparteilichkeit und Transparenz

Ein zertifizierter Gutachter ist gesetzlich und vertraglich zu strikter Neutralität verpflichtet. Er schätzt den Wert nicht zugunsten desjenigen Erben, der auszahlen will, und nicht zugunsten desjenigen, der Höchstpreise verlangt. Beim umfassenden Ortstermin dokumentiert er den baulichen Zustand des Gebäudes mit der Akribie eines Forensikers. Jede Feuchtigkeitsmessung im Keller, jedes Rissbild im Putz und der exakte energetische Zustand der Haustechnik werden fotografisch und messtechnisch protokolliert. Dieses lückenlose Datenmaterial wird im Anschluss im Gutachten auf 40 bis 80 Seiten transparent und für jeden Miterben rational nachvollziehbar begründet. Vorurteile und der Verdacht der Parteilichkeit sind damit vom Tisch.

Dimension 2: Die Anwendung des normierten ImmoWertV-Modells

Die Wertermittlung erfolgt streng nach den Bundesstandards der aktuellen Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Je nach Objekttyp kombiniert der Gutachter das Ertragswertverfahren, das Vergleichswertverfahren oder das substanzbasierte Sachwertverfahren. Alle wertmindernden Faktoren (wie z. B. ein massiver Sanierungsstau durch eine veraltete Heizung oder ein undichtes Dach) werden über anerkannte Baukostenindizes (BKI) als besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale (boG) exakt beziffert und direkt vom vorläufigen Wert abgezogen. Wenn Sie tiefergehende Details darüber erfahren möchten, wie diese präzise Substanzwertermittlung mathematisch abläuft, finden Sie umfassende Einblicke in unserem Fachbeitrag über das Sachwertverfahren.

Das mathematische Endergebnis ist der amtliche Verkehrswert (Marktwert) gemäß Paragraf 194 BauGB. Gegen diesen wissenschaftlich hergeleiteten Wert, der von einem zertifizierten Experten unterschrieben ist, bleibt für keine Partei mehr viel Raum für Gegenargumente. Er bildet die verlässliche Grundlage für eine faire Auszahlung oder einen transparenten Verkaufsstart auf dem freien Markt.

Wichtig zu wissen

Eine Erbengemeinschaft ist rechtlich eine sogenannte „Gesamthandsgemeinschaft“. Das bedeutet: Den Miterben gehört das Haus nicht zu realen Teilen (wie z. B. jedem ein bestimmtes Stockwerk), sondern allen gehört alles gemeinschaftlich. Für den Verkauf der Immobilie auf dem freien Markt oder die Auszahlung eines Erben ist zwingend ein einstimmiger Beschluss aller im Erbschein genannten Personen erforderlich. Verweigert auch nur ein einziger Miterbe seine Zustimmung, ist das gesamte Vorhaben blockiert.

Wie hilft das Gutachten gleichzeitig gegen die Erbschaftsteuerfalle?

Als wäre der interne Streit innerhalb der Familie nicht schon Belastung genug, gesellt sich nach einem Erbfall fast unweigerlich ein zweiter, mächtiger Gegner hinzu: das Finanzamt. Die Steuerbehörden fordern von der Erbengemeinschaft die Abgabe einer Feststellungserklärung an, um den Grundbesitzwert des Objekts zu ermitteln. Dieser Wert dient als exakte Basis für die Berechnung der Erbschaftssteuer. Das Finanzamt nutzt hierfür standardisierte, stark vereinfachte Massenbewertungsverfahren nach dem Bewertungsgesetz (BewG).

Das Problem an dieser rein formularbasierten Praxis: Das Finanzamt führt niemals eine Besichtigung vor Ort durch. Seine Software kennt nur das Baujahr, die Wohnfläche und den regionalen Bodenrichtwert. Dass die elterliche Immobilie einen Sanierungsstau von jahrzehnten aufweist, energetisch veraltet ist oder gravierende Bauschäden besitzt, bleibt für das Finanzamt vollkommen unsichtbar. Die Behörde unterstellt ein makelloses „Phantom-Haus“ im besten Zustand und verschickt entsprechend überhöhte Steuerbescheide.

Wie hilft § 198 BewG gegen die pauschale Finanzamts-Bewertung?

An dieser Stelle entfaltet das Sachverständigengutachten seine geniale Doppelwirkung. Der Gesetzgeber hat zum Schutz der Steuerzahler mit dem Paragrafen 198 BewG eine gesetzliche Notbremse eingebaut. Diese besagt unmissverständlich: Weist der Steuerpflichtige (in diesem Fall die Erbengemeinschaft) nach, dass der tatsächliche Verkehrswert der Immobilie am Todestag niedriger ist als die pauschale Schätzung der Behörde, muss das Finanzamt den niedrigeren Wert zwingend als neue Berechnungsgrundlage akzeptieren.

Ein formelles, von unserem Büro erstelltes Erbschaftsgutachten erfüllt somit zwei Funktionen zugleich:

  1. Es liefert der Erbengemeinschaft die rechtssichere Basis für die innerfamiliäre Aufteilung oder Auszahlung.
  2. Es dient dem Finanzamt als belastbarer Beweis, um den steuerlichen Grundbesitzwert deutlich nach unten zu korrigieren.

Egal ob wir für Sie eine Bewertung an unserem Kanzleistandort in Neuss, in der benachbarten Landeshauptstadt Düsseldorf oder direkt vor unserer Haustür in Kaarst durchführen – unsere Gutachten werden von den Finanzbehörden regelmäßig anerkannt und drücken Ihre Steuerlast nachweislich nach unten. Wer sich im Vorfeld allgemein über unsere transparenten Honorarstrukturen für solche Kombinationsgutachten informieren möchte, findet detaillierte Angaben auf unserer zentralen Seite Preise.

Ein detailliertes Praxisbeispiel aus der Sachverständigenkanzlei

Wie massiv sich der Einsatz eines unabhängigen Verkehrswertgutachtens innerhalb einer Erbengemeinschaft sowohl menschlich als auch finanziell auswirkt, verdeutlicht das folgende Praxisbeispiel aus unserem Büro im Rhein-Kreis Neuss.

Der Ausgangssachverhalt: Drei Geschwister (Bruder A, Schwester B, Bruder C) erben nach dem Tod ihrer Mutter ein freistehendes Einfamilienhaus (Baujahr 1972) in einer gefragten Wohnlage im Raum Kaarst. Bruder A will seine Anteile sofort zu Geld machen; Schwester B hängt emotional an dem Haus und sperrt sich gegen einen Verkauf an Fremde. Bruder C würde das Haus gerne selbst übernehmen und einziehen, besitzt aber nicht unendlich viel Kapital, um seine Geschwister auszuzahlen. Die Fronten sind nach monatelangen Diskussionen am Küchentisch verhärtet, das Wort „Teilungsversteigerung“ ist bereits gefallen. Parallel schickt das Finanzamt einen Feststellungsbescheid über einen steuerlichen Grundbesitzwert von 580.000 Euro (Ermittelt stur nach BewG-Aktenlage).

Da jedes Kind einen Freibetrag von 400.000 Euro besitzt, dieser aber im konkreten Fall durch weiteres Finanzvermögen der Mutter bereits vollständig aufgebraucht ist, droht auf den gesamten Immobilienwert die volle Erbschaftssteuer (Steuerklasse I, Steuersatz 15 %).

Schritt 1: Die Beauftragung unseres Büros

Auf Anraten ihres gemeinsamen Rechtsanwalts einigen sich die Geschwister und beauftragen unser Büro gemeinsam mit der Erstellung von einem unparteiischen Verkehrswertgutachten nach Paragraf 194 BauGB.

Schritt 2: Die bautechnischen Fakten des Gutachters

Unser zertifizierter Sachverständiger führt den intensiven Ortstermin durch und legt die Ergebnisse ungeschönt offen. Das Haus weist einen massiven, unberücksichtigten Sanierungsstau auf: Die Ölheizung ist über 30 Jahre alt und unterliegt nach dem GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz, vormals Gebäudeenergiegesetz) einer unaufschiebbaren Austauschpflicht für den Neueigentümer. Das Dach ist komplett ungedämmt und an den Fenstern zeigen sich morsche Holzrahmen. Die realen Sanierungskosten für die konkret festgestellten Mängel (Heizung, Dach, Fenster) werden über den BKI-Index exakt auf 90.000 Euro beziffert. Getrennt davon fließt die reguläre, altersbedingte Alterswertminderung ein, die unabhängig von diesen Einzelmängeln für jedes Gebäude dieses Baujahrs gilt und keine der bereits über den boG erfassten Positionen doppelt berücksichtigt. In der Summe beläuft sich der reale, marktgerechte Verkehrswert der Immobilie nachweislich auf exakt 420.000 Euro. Die Schätzung des Finanzamtes war um 160.000 Euro überhöht.

Das fabelhafte menschliche und steuerliche Ergebnis:

Das 60 Seiten starke Gutachten liefert der Familie die ersehnte Klarheit. Da jeder Rechenschritt glasklar bewiesen ist, bricht die emotionale Diskussion sofort in sich zusammen:

  1. Der innerfamiliäre Frieden: Die Geschwister akzeptieren die 420.000 Euro als faire Basis. Bruder C zahlt seine beiden Geschwister A und B mit jeweils exakt 140.000 Euro (ein Drittel von 420.000 Euro) fair aus. Das Haus bleibt im Familienbesitz, Schwester B ist glücklich und die drohende Teilungsversteigerung ist endgültig vom Tisch.
  2. Der steuerliche Erfolg: Das fertige Gutachtenwird parallel beim Finanzamt als Begründung für den fristgerecht eingelegten Einspruch nach Paragraf 198 BewG eingereicht. Die Finanzbehörde muss den niedrigeren Wert anerkennen.

Die steuerliche Ersparnis berechnet sich wie folgt:

  • Ursprüngliche Steuerforderung des Finanzamtes (15 % auf 580.000 Euro): 87.000 €
  • Korrigierte Steuerforderung nach dem Gutachten(15 % auf 420.000 Euro): 63.000 €
  • Direkte Steuerersparnis für die Erbengemeinschaft: 24.000 €

Die Geschwister haben durch das gemeinsame Gutachten nicht nur ihre geschwisterliche Beziehung gerettet, sondern sprunghaft 24.000 Euro an Erbschaftssteuer gespart. Dieses gesparte Geld verbleibt vollständig in der Familie und kann von Bruder C nun direkt als wertvolles Eigenkapital für den anstehenden Heizungstausch genutzt werden.

Welche Unterlagen benötigt der Gutachter für die Erbauseinandersetzung?

Damit der Sachverständige den Verkehrswert für die Erbengemeinschaft belastbar und rechtssicher gegenüber den Miterben und den Finanzbehörden herleiten kann, sollten die Beteiligten im Vorfeld des Ortstermins folgende Unterlagen bereitstellen:

  • Der gemeinschaftliche Erbschein: Oder eine beglaubigte Kopie des Testaments inklusive des Eröffnungsprotokolls des Nachlassgerichts zum Nachweis der offiziellen Erbberechtigung aller Parteien.
  • Ein aktueller Grundbuchauszug: Ein frischer Auszug aus dem Grundbuch (insbesondere Abteilung I und II) zum Nachweis der Eigentumsverhältnisse und eventueller Belastungen (wie z. B. alte, noch eingetragene Grundschulden).
  • Die offiziellen Bauzeichnungen und Flächenberechnungen: Grundrisse aller Etagen, Schnitte und die amtliche Wohnflächenberechnung zur präzisen Durchführung der mathematischen Wertermittlungsverfahren.
  • Nachweise über Instandhaltungsmaßnahmen: Falls in den letzten Jahren Teilmodernisierungen durchgeführt wurden (z. B. eine punktuelle Dachreparatur), helfen Rechnungen, diese werterhöhend einzupreisen.

Fazit und Handlungsempfehlung

Eine Immobilie in einer Erbengemeinschaft ist im Alltag ein hochgradig explosives emotionales und juristisches Minenfeld. Wer versucht, den Wert des elterlichen Lebenswerks am Küchentisch nach Gefühl zu verhandeln oder den pauschalierten Feststellungsbescheid des Finanzamtes ungeprüft akzeptiert, riskiert nicht nur den lebenslangen Bruch der familiären Beziehungen durch eine ruinöse Teilungsversteigerung, sondern verschenkt zudem riesige Geldbeträge in Form von überhöhten Steuern an den Staat.

Nutzen Sie Ihr ausdrückliches gesetzliches Recht auf Gegenaufklärung nach Paragraf 198 BewG und schaffen Sie unparteiische Klarheit für alle Beteiligten. Die DEKRA-zertifizierten Sachverständigen von MV-Immobilienbewertung besitzen die spezifische Expertise und das nötige Fingerspitzengefühl, um Nachlassimmobilien rechtssicher und modellkonform nach den aktuellen Standards der ImmoWertV zu bewerten. Wir dokumentieren jeden Sanierungsstau ungeschönt, neutralisieren den emotionalen Konflikt durch harte mathematische Fakten und bewegen das Finanzamt zur Korrektur des Steuerwerts. So schützen Sie Ihr Erbe, sichern Ihr gutes Recht und bewahren das wertvollste Gut: den Frieden in Ihrer Familie.

Für ein persönliches, absolut vertrauliches und für Sie vollkommen kostenfreies Erstgespräch bezüglich der Bewertung Ihrer Nachlassimmobilie stehen wir Ihnen und Ihrer Erbengemeinschaft jederzeit gerne zur Verfügung. Nutzen Sie hierfür einfach direkt unsere Seite Kontakt oder besuchen Sie unser Sachverständigenbüro online unter der zentralen Webadresse www.mv-immobilienbewertung.de.

👉 Lassen Sie den realen Wert Ihrer Nachlassimmobilie jetzt rechtssicher ermitteln – für Familienfrieden und Steuerersparnis.

FAQ – Häufige Fragen zum Hausverkauf in der Erbengemeinschaft

Kann ein einzelner Miterbe den Verkauf der Immobilie verhindern?
Ja. Nach §§ 2032 ff. BGB erfordert der Verkauf einer Nachlassimmobilie einen einstimmigen Beschluss aller Miterben – unabhängig von der Höhe des jeweiligen Erbanteils.

Was passiert, wenn keine Einigung erzielt wird?
Als letztes Mittel kann jeder Miterbe die Teilungsversteigerung nach § 180 ZVG beantragen. Dabei erzielte Gebote liegen jedoch regelmäßig deutlich unter dem realen Marktwert.

Müssen alle Miterben das Gutachten gemeinsam beauftragen?
Zwingend erforderlich ist das nicht, aber ein gemeinsamer Auftrag schafft von Anfang an Vertrauen und verhindert den Verdacht eines einseitigen Gefälligkeitsgutachtens.

Wie wird der Wert unter den Erben aufgeteilt?
Der im Gutachten ermittelte Verkehrswert wird entsprechend der jeweiligen Erbquote aufgeteilt, unabhängig davon, ob das Haus verkauft oder von einem Miterben übernommen wird.

Kann das Gutachten auch für die Erbschaftsteuer verwendet werden?
Ja. Dasselbe Gutachten dient gleichzeitig als Nachweis nach § 198 BewG gegenüber dem Finanzamt, wenn der pauschal festgestellte Grundbesitzwert zu hoch angesetzt wurde.

Murat Vural

Dipl. Ing. | Geschäftsführer MV Immobilienberatung

Leave a Comment